


Der 2,5 m hohe Menhir stammt wahrscheinlich aus der Jungsteinzeit (ca. 400 bis 1700 v. Christus). Der Menhir wurde 1927 bei Rodungsarbeiten am Südosthang einer Erhebung bei Dittelsheim-Heßloch auf der Gewanne „Am weißen Stein“ in einer Tiefe von 80 cm entdeckt und 100 m davon entfernt wieder aufgerichtet. Hier war er wohl im ausgehenden Mittelalter vergraben worden, seine Bezeichnung hatte sich aber als Flurname erhalten. Ob er ursprünglich, wie auch zahlreiche andere Menhire, als Grenzstein Verwendung…

1749 neu erbaut und St. Georg geweiht. Barocker Hochaltar (um 1740) aus der kurfürstlichen Kapelle in Mainz mit Figur des heiligen Michael.

Die Kirche wurde 1712 anstelle der zerstörten Michaeliskapelle errichtet und später mit neugotischen Formen umgebaut sowie erweitert. Unter dem Langhaus befindet sich ein gewölbtes, mittelalterliches Beinhaus. Dort sind aufgrund der räumlichen Enge des Friedhofes, die bei Neubestattungen ausgegrabenen Gebeine gesammelt und aufbewahrt. Von ihm wird bereits 1496 berichtet. Später wurde es aufgegeben und geriet in Vergessenheit. Erst 1981 wurde es bei Bauarbeiten wieder entdeckt. Geschichte / Geschichten /Anekdoten:…

Die Kellergasse verläuft an der südlichen Stützmauer des Marktplatzes. Hier befinden sich die Zugänge zu zwölf Gewölbekellern, die bereits um 1600 erwähnt wurden und weit unter den Marktplatz reichen. Sie bilden einen Teil des früher weit verzweigten und miteinander verbundenen Kellersystems, einer weiteren Besonderheit des Winzerortes. Noch heute werden einige der Keller zur Weinlagerung genutzt und können während des jährlich zum Traubenblütenfest stattfindenden Kellerrundganges…

Auf dem Fischmarkt steht der schwere Kelterstein (3820 kg), der nach einem Brand im gegenüberstehenden Herrenhaus des Freiherrn von der Leyen-Uexküll gefunden wurde. Das Wiegehäuschen erinnert, dass hier die Traubenfuhrwerke und die „Wutz“ gewogen wurden.

Von dem ehemals großen Gutshof, der mit seinen Höfen, Baulichkeiten und Gartenanlagen bis zum Seebach reichte, ist nur noch dieses barocke Wohngebäude, das Stammhaus der Familie Orb, erhalten. Einige Gebäudeteile, wie die Kelleranlagen und der ins Haus integrierte Treppenturm, reichen bis ins 16. Jh. zurück. Bemerkenswert sind der schöne Torbogen und der aufwendige barocke Hauseingang, beidseitig verziert durch Nischenfiguren mit Löwenköpfen. Heute werden in den Räumen Wohnkultur vergangener…

2003 wurde der Platz in der Ortsmitte neu angelegt. Blickfang des Platzes ist der Brunnen. Das Wasser sprudelt hier aus einem großen gehauenen Sandstein, der unter einer Schatten spendenden Kastanie steht.

Die ehemalige Befestigungsanlage wurde erstmals 1354 erwähnt und bestand aus einer turmbewehrten Mauer, sechs befestigten Toren, Gräben und einem Wall. Die Wehrgänge (Letzen) umzogen früher den gesamten Flecken. Reste der Mauer kann man heute noch in der Straße “An der Letze" besichtigen. Sie trägt verschiedene Inschriften über Zerstörung und Wiederaufbau. Dort befindet sich auch der Pulverturm, der letzte erhaltene Wehrturm.